Wireless Lan - WLANPringles Yagi AntenneYagi-Antennen bestehen aus drei Teilen, einem Direktor (es gibt auch solche mit mehr als einem Direktor), einem Reflektor und einem Erreger. Der Direktor fängt Strahlen auf, verstärkt sie und wirft sie auf den Reflektor (beim Senden genau in die andere Richtung). Der Reflektor wirft die Strahlen zurück und so entsteht zwischen Direktor und Reflektor eine hohe Strahlenkonzentration. Im Punkt der höchsten Strahlung sitzt der Erreger, der die Signale auffängt und ableitet (zur WLAN-Karte). Beim Senden gehen von ihm die Signale aus und das Ganze läuft genau andersherum. Das Prinzip ist identisch mit dem von z.B. Fernsehantennen. Die Idee und das Design mit der Pringles-Dose ist natürlich nicht unser Verdienst, sondern basiert auf dem Design, das an mehreren Stellen im Internet zu finden ist und von uns teilweise aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt wurde. Das Design Zunächst widmen wir uns dem Direktor. Er wird in Viertel-Wellenlänge unterteilt und mit dem Deckel der (sauberen) Pringles-Dose verschraubt. Das ursprüngliche Design sieht eine dünne Gewindestange im Inneren vor, auf der mit Aluminiumrohrstücken getrennte Unterlegscheiben aufgereiht sind. Wir mußten feststellen, daß wenn man nicht extrem präzise arbeitet, das spätere Zusammensetzen des Direktors zu einen Geduldsspiel wird. Daher haben wir das Design auf zwei Arten modifiziert, indem wir bei der einen Antenne eine dickere Gewindestange genommen haben und bei der zweiten statt den Aluminiumrohrstücken den korrekten Abstand durch Muttern auf der Gewindestange eingehalten haben. Der Unterschied dürfte auf den Bildern offensichtlich werden. W = 3 * 10^8 * (1 / 2,412) * 10^-9 W = (3 / 2,412) * 10^-1 Wellenlänge = 0,124 Meter 1/4 Wellenlänge = 3,1 cm Benötigte Teile
Zusammenbau des DirektorsVon dem Aluminiumrohr werden vier Stücke mit der berechneten Länge von 3,1 cm benötigt. Vorzugsweise sollten diese mit einem Rohrschneider oder einer Säge geschnitten werden. Danach dreht man auf das eine Ende der Gewindestange die eine Mutter und schiebt dann den Deckel der Pringles-Dose auf die Gewindestange (passendes Loch in der Mitte machen). Danach werden abwechselnd die Unterlegscheiben und die Rohrstücke auf die Gewindestange geschoben. Auf das dritte Rohrstück wird die Pappscheibe geschoben. Diese sorgt später dafür, daß der Direktor wirklich in der Mitte der Dose bleibt und sich innen nicht nach unten durchbiegt. Es muß nicht unbedingt Pappe sein, jedes Material, daß keine Strahlung abhält, ist dafür geeignet. Die Gewindestange schließt mit einer Unterlegscheibe ab, dahinter wird die zweiter Mutter montiert. Der Direktor ist damit montiert, überstehende Teile der Gewindestange können (und sollten) an den Muttern abgesägt werden. Zusammenbau des ErregersDer Erreger ist vergleichsweise einfach zu bauen. Man nehme den N-Flansch zu Hand und ein ca. 2,5 cm langes Stück Kupferdraht. Dieser sollte gerade sein, notfalls muß man ihn erst zurechtbiegen. Je gerader, desto besser. Den Kupferdraht lötet man nun in den messingfarbenen Innenleiter der N-Flansches. Das wars auch schon. EndmontageIn einem Abstand von ca 8,6 Zentimetern vom Dosenboden entfernt macht man ein Loch in die Pringles-Dose, das gerade so groß ist, daß das Gewinde des N-Flansch hindurchpaßt. Diesen Wert haben wir von der Vorlage übernommen, dort hat man ihn durch "Trial-and-Error" ermittelt. Baut man die Antenne im Yagi-Kalkulator von Kevin Schmidt nach, dann stellt man fest, daß dies tatsächlich die optimale Position ist. |
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